Über Bauen und Planen berichten: „Architekturjournalismus“

Die Berichterstattung über Architektur und Stadtplanung gewinnt vor dem Hintergrund zunehmender Urbanisierung, gesellschaftlicher Transformationen und ökologischer Herausforderungen an Bedeutung. Tatsächlich spielen diese Themen in der Lokalberichterstattung eine zunehmend wichtige Rolle, doch ein eigenes Genre „Architekturjournalismus“, das sich auch mit sozialen, politischen und ökonomischen Aspekten von Baukultur befasst, hat sich bislang kaum etabliert.

20. November 2025von Nicole Ehnes

In ihrem Buch „Architekturjournalismus: Über Bauen und Planen berichten“ greifen die Medienwissenschaftler Andreas Schümchen und Patrycja Muc das Thema erstmals wissenschaftlich auf und fragen nach der Bedeutung der gebauten Umwelt für Gesellschaft und Medien. Die im transcript Verlag erschienene Publikation vermittelt Grundlagen der Architekturberichterstattung, analysiert journalistische Formate sowie Stilformen und diskutiert die Herausforderungen, die mit der Kommunikation baukultureller Themen verbunden sind. Mit Beiträgen von Autor*innen aus Journalismus, Medienwissenschaften und Architektur vereint das Buch wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisorientierte Einblicke. „Architekturjournalismus“ richtet sich gleichermaßen an Architekt*innen, Stadtplaner*innen und Medienschaffende und bietet ihnen eine Grundlage, um die Mechanismen medialer Vermittlung besser zu verstehen und eigene Kommunikationsstrategien weiterzuentwickeln.

Andreas Schümchen, Patrycja Muc (Hrsg.): Architekturjournalismus. transcript Verlag, Bielefeld, 2025. 208 Seiten, 38 Euro.
 

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