Gruppe mit sechs Menschen im Raum, im Hintergrund das Publikum
Sprachen zu Eröffnung der Leonie Reygers-Lounge am 6. Januar im Baukunstarchiv NRW in Dortmund (v. l.): Ernst Uhing (Präsident Architektenkammer NRW und Vorstandsvorsitzender der Gesellschafter des Baukunstarchivs NRW), Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW), Britta Gövert (Bürgermeisterin Dortmund), Prof. Dr. Franz Pesch (Vorsitzender des Fördervereins für das Baukunstarchiv NRW e. V.), Klaus Fehlemann (Sonderbeauftragter des Fördervereins) und Moderator Markus Lehrmann (Geschäftsführer Baukunstarchiv NRW und Hauptgeschäftsführer Architektenkammer NRW) - Foto: Christof Rose / Architektenkammer NRW

„Die Museumsdirektorin“ – Leonie Reygers-Lounge im Baukunstarchiv NRW eröffnet

Sie war Museumsdirektorin, Kuratorin, Kunstvermittlerin – und eine erfolgreiche Kulturmanagerin: Dr. Leonie Reygers (1905 – 1985) war eine bedeutende Persönlichkeit für Dortmund und die Region. Die Gründungsdirektorin und langjährige Leiterin des Dortmunder „Museums am Ostwall“ – heute Standort des Baukunstarchivs NRW – galt als Botschafterin der künstlerischen Moderne und Pionierin der Kunstdidaktik. Gestern (06.01.26) wurde im Baukunstarchiv NRW eine Ausstellung zu Ehren von Leonie Reygers eröffnet, die mit Fördermitteln des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW realisiert werden konnte. In der neuen „Reygers-Lounge“ zeichnet die Dauerausstellung „Die Museumsdirektorin“ die jahrzehntelange museologische und kuratorische Arbeit der Kunsthistorikerin Leonie Reygers nach.

07. Januar 2026

Unter der Leitung von Leonie Reygers entwickelte das Museum am Ostwall ab 1949 vielfältige Ausstellungen, wobei systematisch ein Nachkriegsmuseum mit einer Sammlung für die Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts aufgebaut wurde. „In einer schwierigen Zeit schuf Leonie Reygers Plattformen, auf denen Kunst, Wissenschaft und das Publikum in einen Dialog treten konnten“, erläuterte Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und Vorstandsvorsitzender der Gesellschafter des Baukunstarchivs NRW. „Sie schuf einen Ort, an dem Kreativität und ein freier Geist sich entfalten konnten. Dieser Geist inspiriert uns bis heute – auch für die Arbeit des Baukunstarchivs NRW.“

Die Ausstellung „Die Museumsdirektorin“ konnte durch das Engagement des Fördervereins für das Baukunstarchiv NRW e.V. unter Nutzung von Fördermitteln des Landesprogramms „Heimat-Zeugnis“ realisiert werden. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, verwies in einer Ansprache anlässlich der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten in Dortmund vor rund 120 Gästen auf die identitätsstiftende Bedeutung der Arbeit Leonie Reygers‘ sowie des Hauses am Ostwall 7: „Dieser Ort erzählt vom Wandel. Das heutige Baukunstarchiv NRW ist nicht nur eine Sammlung, sondern eine Verabredung mit der Zukunft!“ Die neue Leonie Reygers-Lounge sah Ministerin Scharrenbach als „Inspirationsquelle für eine junge Generation“.

Die neue Dauerausstellung „Die Museumsdirektorin“ wurde von der Kunsthistorikerin Dr. Ruth Hanisch unter Mitarbeit von Dr. Gisela Framke erarbeitet. In drei Räumen des Baukunstarchivs NRW werden nun dauerhaft die Biografie von Leonie Reygers, ihre Ausbildung, der Wiederaufbau des stark kriegsgeschädigten Gebäudes am Ostwall 7 zum „Museum am Ostwall“ und Reygers‘ didaktisch innovative Museumsarbeit dargestellt. Besucher*innen können in der „Leonie Reygers-Lounge“ Originaldokumente sichten, in Katalogen zu Reygers-Ausstellungen blättern und biografische Stationen der Museumsdirektorin Reygers nachvollziehen. Dazu gehört auch die Raumwirkung der neuen Lounge mit damals zeitgenössischen Möbeln und einer an Reygers‘ innovativem Farbkonzept angelehnten Gestaltung (BÜREAU – Raum für Gestaltung/Daniela Costa und Lisa Müller).

Für den Förderverein für das Baukunstarchiv NRW betonte Vorsitzender Prof. Dr. Franz Pesch die generationen-übergreifende Bedeutung des Archivs, das in Kooperation mit der TU Dortmund insbesondere auch Studierende und junge Forscher*innen zur Nutzung der neuen Lounge einlade: „Das Haus hat mehrfache Häutungen erfahren und steht für die Kunst der kontinuierlichen Erneuerung. Die Eröffnung der Leonie Reygers-Lounge heute ist ein weiterer Beitrag zu diesem Prozess, der uns alle immer wieder beflügelt.“

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