Auszeichnung vorbildlicher Bauten 2010

Auszeichnung vorbildlicher Bauten 2010: Wegweisende Lösungen I

Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und das NRW-Bau-Ministerium haben vorbildliche Architektur ausgezeichnet. Ein Überblick über die Kategorie „Wohngebäude“.

01. Oktober 2010

1. Wohnhaus, Bad Münstereifel-Lethert (denzer & poensgen, Nettersheim):
Das Wohnhaus definiert dörfliche Architektur neu, mit starkem Bezug zum Grundstück. Das Projekt hat das Potential, ein Referenzobjekt für regionale Baukultur und zeitgenössische Architektur zu sein.2. Wohn- und Ateliergebäude Schwalbengasse, Köln (Regina Leipertz und Martin Kostulski, Köln):
Trotz des schmalen Grundrisszuschnitts und des tiefen Gebäudes ist es den Architekten gelungen, helle, lichtdurchflutete Räume zu schaffen. Das Stadthaus ist ein gelungenes Beispiel für die Innenverdichtung im Stadtraum auf schwierigen und kleinen Grundstücken.3. Wohnhaus Faunastraße, Düsseldorf-Zoo (pier7 architekten BDA, Düsseldorf):
Das Projekt stellt einen exemplarischen, sehr gelungenen Beitrag zu dieser häufig in den Innenstädten anstehenden Bauaufgabe dar, schlichte Nachkriegsbebauung an moderne Wohnraumansprüche anzupassen.4. Umnutzung des ehemaligen Rathauses in Stadtwohnungen, Köln-Weiden (Format Architektur Hatzfeld & Moster, Köln):
Der sensible Umgang mit der Architektur der 50er Jahre und die gelungene Umnutzung eines aufgegebenen Verwaltungs- und Repräsentationsgebäudes zeichnen den Umbau aus. Ein wertvoller Beitrag, wie man ein unter Denkmalschutz stehendes ehemaliges Verwaltungsgebäude der Nachkriegszeit an geänderte Nutzungsanforderungen anpassen kann.5. Wohn- und Geschäftshaus Brausemhorst/Johanniskirchstraße, Essen (Architekt Michel Raime Famulicki in Fa. Evonik Wohnen GmbH):
Durch seine klare Kubatur und moderne Formensprache setzt das Objekt einen deutlichen Akzent in der ansonsten durch schlichte Nachkriegsbauten geprägten Siedlung. Der erste Bauabschnitt der Quartiersbebauung schafft mit großzügigen, gut proportionierten Innen- und Außenräumen eine eigenwillige, qualitativ hochwertige Baustruktur, die bis in eine Vielzahl funktionaler und gestalterischer Details vorbildlich ausgestaltet wurde.6. Wohnbebauung Brüsseler Straße, Köln (UTE PIROETH ARCHITEKTUR BDA, Köln):
Die Bebauung ermöglicht ein ruhiges aber gleichzeitig innerstädtisches, individuelles Wohnen. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für die Erschließung neuer innerstädtischer Wohnungsbaupotentiale in schwierigen Blockinnenbereichen. 7. Wohnbebauung Torbruchstraße, Düsseldorf (Prof. Schmitz Architekten GmbH, Köln):
Das Gebäude überzeugt durch seine auf wenige Elemente reduzierte und funktionale Gestaltung. Trotz des geringen Budgets wurde beispielhaft eine qualitätvolle und nachhaltige Architektur geschaffen. Ein gelungenes Beispiel aus dem geförderten Wohnungsbau.8. Wohnbebauung „Südliche Furth“, Neuss (Agirbas/Winstroer, Architektur & Stadtplanung, Neuss):
Die Gesamtanlage zeichnet sich durch eine lebendige, vielfach gegliederte und für eine Wohnanlage dieser Größe in der Detaillierung angemessen zurückhaltende Gestaltung aus. Entstanden ist eine ansprechende, differenziert ausgestaltete Wohnsiedlung mit neuer Identität des Ortes in einer überzeugenden Architektursprache.9. Solarsiedlung am Medienhafen, Düsseldorf (HGMB Architekten GmbH + Co. KG, Düsseldorf):
Die Jury lobt die gute Durchmischung familiengerechter Wohnungen mit Angeboten für Paare und Singles. Durch besonders gute Wirtschaftlichkeit ist ein attraktives Wohnungsangebot in innenstadtnaher Lage zu vertretbaren Kosten entstanden.10. Wohnbebauung Widra Areal, Aachen (Kaiser Schweitzer Architekten und Glashaus Architekten PSG, Aachen):
Das Widra-Quartier ist ein gutes Beispiel für sozialen, integrativen Wohnungsbau auf einem innerstädtischen, einst gewerblich genutzten Areal. Mit dem auch gestalterisch ambitionierten Projekt wird eine deutliche Aufwertung der städtebaulichen Umgebung erreicht.11. Gartenstadthäuser Merschkamp, Münster (Ortner&Ortner Baukunst, Ges. von Architekten mbH, Berlin):
Die Siedlung Merschkamp ist ein außerordentlich gelungenes Beispiel für die Rückgewinnung innenstadtnaher Flächen für Wohnzwecke. Vorbildlich ist das sozialräumliche Gefüge von geschützten Hofflächen bis hin zu den weiter geöffneten Rückseiten der Gebäude und die hohe Gestalt- und Gebrauchsqualität.12. Kombinierte Wohn- und Pflegeeinrichtung „Hiltroper Landwehr“, Bochum (Architekt Rainer Backwinkel, VBW Bauen und Wohnen GmbH, Bochum):
Die zurückhaltend moderne, unprätentiöse Gestaltung kann als Neuinterpretation der umliegenden Siedlungsarchitektur betrachtet werden. Vorbildhaft ist hier auch die Intention der Bauherrin, dass die in der Siedlung alt gewordenen Menschen im Quartier bleiben können.

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