Architektur ist seit der Erfindung der Fotografie ein zentrales Thema der Fotokunst. Wie das Zusammenspiel im Film dargestellt werden kann, zeigt die neue Ausgabe der Reihe „Architektur und Film“ der Architektenkammer NRW und des Filmmuseums der Landeshauptstadt Düsseldorf. Im Oktober und November 2025 werden in Programmkinos in Düsseldorf, Bielefeld, Dortmund und Münster an vier Abenden selten gezeigte Filme präsentiert, die Architekturbilder und ihre Fotografinnen und Fotografen in den Mittelpunkt rücken – und dabei Kunst- und Zeitgeschichte erzählen. – Besonderes Highlight: Am 6. November werden im Filmhaus Köln in einem „Special“ zum Film „Die Fotografen Bernd und Hilla Becher“ die Regisseurin sowie der Sohn des berühmten Fotografenpaares, Max Becher, zu Gast sein.
Architektur ist ein stilles und geduldiges Modell für die Fotografie – und bietet damit perfekte Voraussetzungen für lange Belichtungszeiten. Bei der bahnbrechenden Erfindung der Fotografie in der Mitte des 19. Jahrhunderts waren Bauwerke die ersten Motive überhaupt – wie es die ersten Daguerreotypien beweisen. Architekturfotograf*innen gibt es viele, ihre Herangehensweisen sind vielfältig – dennoch sind Dokumentarfilme über sie selten. Die neue „Architektur und Film“-Staffel bietet einen filmischen Einblick in die Welt der Architekturfotografie. Es geht um eine Dreiecksbeziehung: Architektur, vermittelt durch Fotografie, inszeniert durch Film. Einerseits liegt der Fokus auf Fotograf*innen und Künstler*innen, die für das Genre berühmt sind und es nachhaltig geprägt haben. Andererseits treten die Objekte selbst in den Vordergrund.
In der Black Box in Düsseldorf führt die Kunsthistorikerin und Kuratorin der Reihe, Océane Gonnet, an allen Terminen mit einem prägnanten Vortrag in die Filme ein. – In Münster, Bielefeld und Dortmund erfolgt die Einführung in filmischer Form. Eine Ticket-Reservierung wird empfohlen.
Teilen via