Digitaler Bauantrag

Im Rahmen der Federführung PLUS der Bundesarchitektenkammer werden einzelne Themenbereiche der Digitalisierung unter der Federführung unterschiedlicher Länderarchitektenkammern bearbeitet. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen hat für die Ad-hoc Arbeitsgruppe „Digitaler Bauantrag“ die Federführung übernommen.

Als ein Ergebnis der Erarbeitung und Abstimmung wurde der „Referenzprozess aus Sicht des Entwurfsverfassers“ entwickelt. Er konzentriert sich auf die Rolle der Kammermitglieder als Entwurfsverfasser und Fachplaner sowie der Bauherren und beschreibt idealtypisch deren Einbeziehung

•    in den digitalen Bauantrag,
•    in das behördliche Genehmigungsverfahren und
•    die öffentlich-rechtlichen Verfahrensschritte in der Bauausführung bis zur Fertigstellung des Vorhabens.

Im Vordergrund steht der Ablauf im Baugenehmigungsverfahren (§ 63 und 64 MBO, § 64 und 65 BauO NRW).

Anlass ist die im Rahmen des OZG [Onlinezugangsgesetz] notwendige digitale Bereitstellung aller behördlichen Dienstleistungen bis 2022.

Der Idealprozess soll im Ergebnis den Länderarchitektenkammern, den Behörden, den Ingenieurkammern und dem IT-Planungsrat zur Verfügung gestellt werden. Er kann so in den Ländern, in denen ein digitaler Bauantrag entwickelt wird, als Grundlage für die gemeinsame Erarbeitung mit den Behörden/Ministerien dienen.  Der Idealprozess wurde dem in NRW zuständigen Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung vorgestellt und geht auf die dort erbetenen Modifikationen ein.

Der Referenzprozess wird voraussichtlich bei den sukzessiven Entwicklungen in den Ländern nicht 1:1 umsetzbar sein, er dient insoweit einer idealtypischen Orientierung.  Der Prozess wird bei neuen Erkenntnissen fortgeschrieben.

Den Referenzprozess für einen digitalen Bauantrag finden Sie hier (PDF)

Textliche Erläuterungen dazu lesen Sie hier (PDF)

Ihr Ansprechpartner

Simon Adenauer
Tel. (0211) 49 67-711
adenauer@aknw.de